8. Renntag 25.08.2024
Großrenntag mit 3 x PMU Premium-Races – Highlights: 52. Großer Badener Zucht-Preis der Dreijährigen, 26. Österreichisches Sattel-Derby und Großer Badener Stuten-Preis (Albert Plschek-Gedenkrennen) sowie drei Jackpots:
Super76: Euro 6.671,73
Viererwette: Euro 1.729,24
KFJ: Euro 986,-
Quo vadis, Face Time Spada?
Natürlich muss man bei der Bezeichnung „Wunderpferd“ immer vorsichtig sein, noch dazu, wenn es sich um eine erst dreijährige Stute handelt. Aber Vorzeichen dafür sind vorhanden – siehe alleine den neuen Rennrekord von 1:15,4a/ 2100, womit sie jenen vom „Antonshof“-Stallgefährten Supermed vor 15 Jahren (2009/ 1:16,3) pulverisierte. Stars sind jedenfalls für jede Sportart wichtig, Österreich besitzt mit Mona Lisa Venus und Face Time Spada aktuell deren zwei! – Der 52. Große Badener Zucht-Preis der Dreijährigen um eine Dotation von 15.000 Euro litt leider etwas darunter, dass von den ohnehin nur sechs Genannten obendrein Brunhild Eck zwei Minuten vor dem Start durch den Absperrschranken gefährlich ins Leesdorfer Stallgelände ausbrach, dort aber nur geringen Sachschaden anrichtete und selbst (wie auch Trainer Robert Pletschacher) vorwiegend mit dem Schrecken davonkam. Da waren es dann gar nur noch fünf Teilnehmer hinter dem Startauto… Trotzdem steht die Gesundheit über allem, da erscheinen die dadurch entstandenen rund 2.000 Euro Umsatzverlust als Nebensache. Der BTV freute sich jedenfalls bei Sonnenschein am Ende des Tages über abermals guten Besuch und einen Umsatz von über 70.000 Euro.
Der Rennverlauf des bestdotierten und traditionsreichsten Zuchtrennens in der Kurstadt ist rasch geschildert. Face Time Spada eröffnete entschlossen vor Inter KP, Super Crown und Sixpack. Nach einer kleinen Tempodrosselung rückte auf der zweiten Gegengeraden Super Crown in zweiter Spur auf, kam jedoch nie an die jederzeit führende 13:10-Favoritin heran. Für Gerhard Mayr war’s zudem der 3.450. Sieg seiner Karriere in Österreich. Und der 3.451. folgte sogleich, denn auch für Melody’s Best Boy hieß das Motto mit Startnummer 1 „Start – Ziel“. Dem Stall Antonshof und Serena Hamberg als Züchterin bescherte dieser Doppelschlag ebenfalls ein Tagesdouble.

Stefanie Mayr am Kopf der weiterhin unbezwungenen Stute Face Time Spada.
Eine Diskussion entstand nach dem Zucht-Preis, ob denn die „hinter der Flagge“ (also mehr als 10 Sekunden hinter dem Sieger) eingelangte, fünftplatzierte Velvet Venus des Rennpreises (600 Euro) verlustig wäre. Die Auffassung lautete letztlich „Nein“, wobei sich die Recherche über eine klare Regelung als schwierig gestaltete. Der BTV wird sich jedenfalls für solche Fälle hinkünftig in seinen „Allgemeinen Bestimmungen“ eindeutig definieren.
Eingeleitet wurde die Veranstaltung von Delaware Wise As, der mit Christoph Planitzer in tollen 1:15,1a/ 1600 zum dritten Badener Erfolg hintereinander gelangte.

Aktuell „andere Ware“: Delaware Wise As und Christoph Planitzer.
Nach einem Sieg von Hubert Brandstätter mit Funny Rose Venus folgte das bereits geschilderte Double von Gerhard Mayr mit Superstar Face Time Spada bzw. (zur Einleitung der „S76“) mit Melody’s Best Boy. – Anschließend begann die Serie von Johann Lichtenwörther. Zunächst scorte für ihn der unverwüstliche Mentor Venus mit Amateur Günther Gruber. Dann stellte er höchstpersönlich Livingston Venus beim Renndebüt als versprechendes Talent vor und sorgte damit für den Stall Tiefenbach ebenfalls für ein Double als Besitzer.
Endgültig zum „Mann des Tages“ avancierte „Hansi“ dann durch die Titelverteidigung mit Flair Venus im Badener Stuten-Preis, der seit einigen Jahren an „Stuten-Berti“ Plschek erinnert. In hervorragenden 1:15,8a/ 1600 ließ Flair Venus im Finish der überraschenden Allegra Mo und der lange führenden Favoritin Daria keine Chance.

So wie auch schon 2023 siegte Flair Venus im Badener Stuten-Preis, geherzt wurde der siegreiche Trainer und Fahrer „Hansi“ Lichtenwörther von Gabi Plschek.
Der Stuten-Preis war bereits Bestandteil des PMU-Reigens, der ziemlich kurzfristig von den französischen Verantwortlichen auf vier (statt der vorgesehenen drei) erweitert wurde. Somit kamen auch die Amateure des 8. Rennens mit Favorit Henri de Pari (Johann Preining jun.) an der Spitze in den Genuss der automatisch höheren Dotation von 3.000 Euro.
Immerhin um 2.000 Euro gelaufen wurde der Sprinter-Pokal zu Geburtstagsehren von BTV-Präsident Dr. Josef Kirchberger. Dem Namen des Rennens machte Escada Start – Ziel mit Thomas Pribil in der Tagesbestzeit von 1:14,8a/ 1600 vor Jasmine Dragon, Good Game BR und dem etwas unglücklichen Ungarn Dragons Bar alle Ehre. – Und weil es mit der Spitze so schön war, doppelte „Thomsi“ wenig später mit Mondstern EM in feinen 1:16,2a/ 1600 nach. Nach Lichtenwörther und Mayr also noch ein „Mann des Tages“!

Große Freude bei Escadas Besitzer Josef Eder nach dem Erfolg seiner Stute und für die schöne Siegerdecke im Badener Sprinter-Pokal anlässlich des 70. Geburtstages von BTV-Präsident Dr. Josef Kirchberger.
Überlegen setzte sich zum Ausklang des Großrenntags im 26. Österreichischen „Monté“-Derby auch Viper durch, auf dem Marisa Bock souverän agierte und in 1:18,2/ 2100 ihr zweites Sattel-Derby nach 2021 (Dean les Jarriais) holte.
Nun bereits doppelte Gewinnerin im Österreichischen Sattel-Derby: Marisa Bock.
Infos zum Renntag am 25. August 2024
Jackpot und Auszahlungsgarantien
Nächster „Großrenntag“ gefällig?
Bitte sehr: 52. Badener Zucht-Preis, 26. „Monte“-Derby, Badener Stuten-Preis, Sprinter-Pokal, Ungarn zu Gast
Bei der Nachbetrachtung auf den 11. August haben wir Mona Lisa Venus gepriesen. Und nun folgt eine weitere Stute, ein Jahr jünger, die in deren Fußstapfen treten kann: Face Time Spada. Zwar hat sie das „Hochstaffl“ zuletzt „ausgelassen“, doch ist ihr Ausnahmestatus im Jahrgang 2021 unbestritten – bei sechs Starts unbesiegt und natürlich bislang auch in Baden mit weißer Weste unterwegs. Nach dem Zukunfts-Preis in der Kurstadt holte sie sich 2023 in der Krieau das „Mautner“ bzw. mit Champion Gerhard Mayr heuer auch das „Bürger“, noch dazu in förmlich unfassbaren 1:12,3a/ 1600. Also „a gmahte Wies‘n“ gegen nur fünf Widersacher? Vielleicht doch nicht, denn mit Super Crown (Kurt Sokol) stellt sich ihr die klare Nummer 2 entgegen. – Der mit 15.000 Euro dotierte Große Badener Zucht-Preis der Dreijährigen, das bestdotierte und traditionellste Zuchtrennen der Kurstadt geht bereits als 3. Rennen in Szene und wird zum 52. Mal ausgetragen. Halb so alt ist das 26. Österreichische Sattel-Derby, das den interessanten Ausklang dieses Großrenntags bildet. Natürlich hätte man sich beim BTV den einen oder anderen Starter mehr für diese besonderen Rennen gewünscht, trotzdem ist die Vorfreude auf die Veranstaltung bei wohl neuerlich schönem Wetter groß, zumal das Programm insgesamt – mit dem Badener Stuten-Preis, dem Sprinter-Pokal über die Meile und etlichen Gästen aus benachbarten Ländern, vor allem aus Ungarn – ein sehr buntes geworden ist.

Die bislang bei sechs Starts unbesiegte Stute Face Time Spada (Gerhard Mayr) möchte diesen Nimbus auch nach dem Zucht-Preis beibehalten.
Einleitend wurde es zwar nicht wie erwünscht ein „Amateur-Match“ zwischen Österreich und Ungarn, denn Csabito R. ist mit Krisztian Takacs ist das einzige Magyaren-Gespann – und eventuell ein Gegenspieler von Doppelsieger Delaware Wise As – eine knifflige Frage für den Viererwette-Jackpot (1.729,24 Euro) jedenfalls. – Nach einem ziemlich ausgeglichenen DGS-Bewerb und dem bereits angesprochenen Zucht-Preis, in dem auch Brunhild Eck (Robert Pletschacher), Triest-Sieger Inter KP (Michael Schmid), Sixpack (Franz Konlechner) zu beachten sind und Velvet Venus (Christian Eisl) die große Außenseiterin ist, steigt man in die „S76“ mit dem Jackpot von fast 6.700 Euro (ab Rennen Nr. 4) ein: Da wird wohl vornehmlich Melody’s Best Boy das Pferd sein, das es zu schlagen gilt.
Nach einem Klasse-DGS mit älteren Cracks folgt die reine „Österreicher-Garnitur“ (= 6. Rennen) mit nicht weniger als neun Talenten (plus einen ungarischen Gast) – höchst erfreulich! Die hier beginnende „Kaiserwette“ wird aufgrund des Jackpots von fast 1.000 Euro diesmal auch viel interessanter. – Acht „Internationale“ bewerben sich daraufhin um den Sprinter-Pokal, dessen Patronat BTV-Präsident Dr. Josef Kirchberger anlässlich seines 70. Geburtstags übernommen hat: Mit Jasmine Dragon, How Nice S.R, Dragons Bar und Duc de Connée gibt es da (mindestens) vier Anwärter aus vier Nationen!
Im 8. Rennen könnte Henri de Pari eine „Bank“ für die „S76“ darstellen, da befinden wir uns bereits mitten im PMU-Reigen.
Es folgt der Badener Stuten-Preis in Erinnerung an „Berti“ Plschek. Er hätte einst die Favoritinnen Daria oder Flair Venus bestimmt gerne unter seinen Fittichen gehabt, doch können auch Vita Venus, die Ungarinnen Aniko und Csillagfeny R. sowie Elfadmira Jet eine prominente Rolle spielen

Kann das „Team“ der Vorjahrssiegerin Flair Venus auch nach diesem Stuten-Preis wieder jubeln?
Absolut aufregend bestimmt auch das 10. Rennen, etwa mit dem Italo-Slowenen Extra George, der noch am Montag in Cesena in 1:15,9a/ 1660 reüssierte, hier mit Power Winner, Mondstern EM, HotSummer oder Zero di Jesolo auf harte Konkurrenz stößt. – Ebenfalls unter gleißendem Flutlicht erstrahlt schließlich das „Monté“-Derby, in dem die deutsche „Sattel-Queen“ Ronja Walter auf Magistraal ihren vierten Treffer im wichtigsten Trabreiten Österreichs anpeilt. Das wird Marisa Bock auf Viper zu verhindern versuchen, ebenso Julia Wiesner auf Real Perfect oder der aus Ungarn anreisende Aereodynamics (Cseperke Takacs).

Dreifach-Sattel-Derby-Siegerin Ronja Walter (im Vorjahr auf Silas Santana mit Rennrekord 1:16,7/ 2125

Die im „Derby“ in Baden ebenfalls bereits siegreiche Marisa Bock ist die große Rivalin der Goldhelm-Trägerin.













