6. Renntag 27.7.2025

„Pfaffstätten-Renntag“ mit dem 34.  Österreichischen Traber St. Leger als GP der Fa. Schneiberg Baumaschinenverleih, Super Trot Cup-Qualifikation als Großer Preis des Linzer Traberzucht- und Rennvereins sowie drei PMU-Rennen und Auszahlungsgarantien von insgesamt € 22.000,-!

Fantastische Vaiana Viva in der Super Trot Cup-Elimination – Face Time Spada eine Klasse für sich und in Baden weiterhin unbesiegt!

Baden, am 27. Juli. – „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ konnte am letzten Juli-Sonntag abgewandelt werden in „Die Angst des BTV vorm heftigen Regen“. Ist die Erzählung von Peter Handke eine düstere, so löste sich die schlechte Wetterprognose bis auf einen Schauer vor dem 34. Traber St. Leger in Wohlgefallen auf. Somit wurde dem „Pfaffstätten-Renntag“ eine prächtige Kulisse zuteil, auch mit dem Wettumsatz von fast 80.000 Euro – ohne einen einzigen Jackpot – zeigte man sich hochzufrieden. – Sportlich waren die Hauptereignisse zwar von kleinen Feldern geprägt, brachten aber tolle Leistungen mit einem Triumph von Topfavoritin Face Time Spada im 34. Traber St. Leger bzw. einer riesigen Überraschung durch Vaiana Viva in der Elimination zum Europäischen Super-Trot-Cup. Es durfte zudem in großer Badener und Pfaffstättner Tradition geschwelgt werden (Wochner-Gedenkrennen, Wippenhammer-Memorial), und viele weitere gutklassige Sieger zierten einen gelungenen Rahmen.

Das „Leger“ gilt also seit 1992 als „Derby-Revanche“. Doch weder damals (Mick Dundee) noch diesmal wurde es eine solche, ganz im Gegenteil: Ähnlich Mona Lisa Venus im Vorjahr, bestätigte Face Time Spada ihre außergewöhnliche Stellung und reüssierte Start – Ziel nach Belieben von Rekord-Champion Gerhard Mayr. Dieser hielt die Pace – stets vor den auch im Ziel dahinter platzierten Super Crown, Kaiser RZ und Big M Eck – lange Zeit eher verhalten, um der Face-Time-Bourbon-Tochter erst Ende der letzten Gegenseite den Kopf freizugeben. Dennoch lag die Zeit von 1:15,9a/ 2100 nur eine halbe Sekunde über dem Rennrekord. – Zu Toto 13:10 gewann „FTS“ unangefasst, holte sich die Hälfte der Dotation von 10.000 Euro überlegen, bleibt in Baden weiter unbesiegt und hat wohl eine internationale Zukunft vor sich.

Champion Gerhard Mayr jubelt bei der Zieldurchfahrt im „St. Leger“ dem Publikum zu, gegen die Derbysiegerin gab es neuerlich keine Opposition.

Als Trainerin kam Cornelia Mayr nach dem Derby somit zu ihrem zweiten „Big Point“, siegte selbst später mit Power Conway und feierte außerdem ein Tagestriple durch den zur Einleitung in feinem Stil erfolgreichen Peji Occagnes (Manfred Strebel).

Apropos „Big Point“. Einen solchen verzeichnete natürlich auch Joze Sagaj in der gar mit 15.000 Euro ausgestatteten 4. Elimination zum Europäischen Super-Trot-Cup. Mehr noch: „Das ist der wichtigste Sieg meiner Karriere“, so ein sichtlich gerührter „Jos“ beim Interview. Per Topspeed überflügelte er mit der fünfjährigen slowenischen Stute Vaiana Viva, bei Toto 133:10 die gewinnärmste Teilnehmerin im Feld, am Ende auch noch 23:10-Favorit Empireo (Giampaolo Minnucci); dazu schaffte es mit Dolomite WF (Federico Esposito) die zweite italienische Hoffnung in das 70.000-€-Finale am 23. August, weil „für Österreich“ Cash to Thelimit S (Gerhard Mayr) als Vierter leider nicht ganz durchzog. Die 1:14,3a/ 2100 waren für den taktischen Verlauf nicht übel.

Der slowenische „Jos“ – Joze Sagaj – bei seiner Siegerparade nach dem großartigen Triumph im 4. Vorlauf zum Super Trot Cup 2025.

„Und natürlich fahren wir nach Berlin, so etwas gelingt ja vielleicht nur einmal im Leben“, war sich Sagaj sofort bewusst. Das ist einerseits Mut, was das Antreten überhaupt betrifft, und andererseits Sportsgeist! Was man heimischen Ställen auch wünschen möchte…

Von den heimischen Vertretern schnitten im Rahmen jene von Conny Mayr sowie von Mario Zanderigo am besten ab. Dieser feierte mit Chaparal RZ den dritten Sieg in Serie und stellte Zlatan Töll, der sich mit Amateur-Champion Thomas Royer auf 1:14,7a/ 1600 steigerte.

Das Robert Wippenhammer jun.- und sen.-Gedenkrennen wurde eine Beute von Zlatan Töll, der sich mit Thomas Royer im Sulky sicher behaupten konnte.

Mit Doubles fuhren außerdem die Paarungen Christoph Fischer/ Trainer Manfred Schub und Christoph Schwarz/ Trainer Robert Gramüller zurück nach Bayern: „Fischi“ scorte in der „TTF“ mit Iathenus Day (5. Saisonzähler) sowie, ebenfalls im Bereich der PMU-Premium-Rennen, mit Ocean Eyes – der sich beim 8. Jahrespunkt auf die Tagesbestzeit von 1:13,9a/ 1600 katapultierte. Schwarz wiederum lieferte mit der versprechenden 3j. Schwedin Pearl Newport bzw. zum Abschluss mit dem Varenne-Sohn Eberhard Truppo (7. Jahressieg) ab.

Infos zum Renntag am 27. Juli 2025

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Pressetipps

Pfaffstätten-Renntag mit einem Superprogramm – 34. „Saint Leger“ & Super-Trot-Cup

2019, 2023 und im Vorjahr mussten aufgrund des hohen Andrangs sogar zwei Abteilungen ausgetragen werden, um die Finalisten zu ermitteln, heuer sind eben nur acht. Immerhin erreichten bereits zwei Pferde „aus Baden“ dann in Berlin den hoch dotierten Ehrenplatz (Pocahontas Diamant/ 2019, Lozano Boko/ 2023).

Und „Österreich“ besitzt dank Cash to Thelimit S (Gerhard Mayr) diesmal eine Siegchance bzw. ist Oscarello (Matthias Schambeck) ein absoluter Platzanwärter. Gloster Gladiator (Karl Höbert) zielt hingegen wohl nur auf ein kleineres Geld ab. – „Slowenien“ bringt mit Vaiana Viva (Joze Sagaj) eine Seriensiegerin, die zwar das gewinnärmste Pferd im Feld darstellt, „die aber aktuell besser als Maugli ist“, so ihr Trainer Janko Sagaj. – „Deutschland“ stellt Desiderio (Christoph Schwarz) und See You (Rudolf Haller), die beide ebenfalls um den Sieg fighten können. – Das erwartet man felsenfest in „Italien“ auch von Empireo, der – wie „Meile“-Sieger Cointreau – von Giampaolo Minnucci gefahren wird, und Dolomite WF (Federico Esposito). – Keine einfache Viererwette mit Auszahlungs-Garantie von 2.500 Euro

Jubelt Giampaolo Minnucci so wie heuer nach der „Meile“ dem Badener Turf-Publikum zu?

Insgesamt warten übrigens 22.000 Euro an Auszahlungs-Garantien auf das wettende Publikum!

Ein Déja-vu im St. Leger?

Schon im Vorjahr zum Zucht-Preis und wie so oft bislang im Jahrgang trifft Face Time Spada (Gerhard Mayr) in der klassischen Derby-Revanche auf ihre Dauer-Rivalin Super Crown (Kurt Sokol). Damals, wie auch heuer im Blauen Band, waren jedoch die Startnummern umgekehrt; gut vorstellbar, dass Super Crown (1) alles versuchen wird, um den Antonshof-Star (2) vielleicht mit der „Guck“ einmal zu besiegen. – Obwohl also nur vier Konkurrenten im Kampf um 10.000 Euro dagegen ihr Glück versuchen, ließe sich vielleicht gerade aus diesem Duell um die Spitze Kapital schlagen. Sixpack (Franz Konlechner) zuletzt bei seinem Sieg ganz hervorragend, Profitable Invest (Josef Sparber) ist immerhin Derby-Zweiter zwischen den Stuten geworden, Big M Eck (Christoph Schwarz) mit fünf Jahreszählern ein „Winner-Typ“ und Kaiser RZ (Mario Zanderigo) ein aufstrebender „Rookie“. Jedenfalls auch hier gar keine einfache Überlegung für die Viererwette…

So endeten die meisten Aufeinandertreffen zwischen Face Time Spada und Super Crown – diesmal wieder?

Den Pfaffstätten-Renntag sollte man sich also keinesfalls entgehen lassen, auch wenn die Temperaturen niedriger als sonst sind, denn es wird neben den tollen Rennen mit hohen Rennpreisen noch viel mehr geboten: etwa die „Custom Cruisers“ mit ihren schmucken Autos, die Pfaffstättner Schmankerln mit ihrem Wein-, aber auch Bierstand oder ein Zelt der niederbayerischen Buchautoren, die ihren neuesten Krimi natürlich wieder gerne persönlich signieren; dazu auch die stets emotionale Ansprache von Pfaffstättens Bürgermeister LAbg. Christoph Kainz.

  

Gleich zur Einleitung um 15:30 Uhr gibt es aus rein sportlicher Sicht mit Darling Venus die „Bürger“-Siegerin zu bewundern, die sich elf überwiegend älteren Gegnern stellt. – Der Große Preis der Marktgemeinde Pfaffstätten (7. Rennen) wird über 1.600m wohl eine Hetzjagd zwischen etlichen Könnern (u. a. HotSummer, Chaparal RZ, Fulmine Degli Dei). – Im Bereich der PMU-Rennen gefällt vor der „STC-Quali“ schon die mit formstarken Cracks immens ausgeglichene Tour Trotteur Francais. – Danach folgt die nächste Tempobolzerei mit u. a. Ocean Eyes gegen Power Hill, ehe Financial Times, Netzer Boko oder Eberhard Truppo zum Halali blasen.